Willkommen am virtuellen Umweltstand!

Update: © AG Umweltstand, Erfurt 11.11.2020

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Vom Wissen zur Nachhaltigkeit

Die Arbeitsgruppe Umweltstand unterstützt die nachhaltige Entwicklung. Durch Umweltbildung/BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) intensivieren wir den Aufbau von Umweltkompetenzen und infolgedessen nachhaltige Entwicklungen. Wachsende Probleme in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht machen eine Transformation unserer Welt in Richtung Nachhaltigkeit zwingend notwendig (siehe Schaltbild). Zur Realisierung haben im September 2015 alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 als Zukunftsvertrag mit Zielen für die nachhaltige Entwicklung beschlossen. Der Aktionsplan ist verbindlich! Regierungen tragen die Hauptverantwortung für die Verwirklichung der nachhaltigen Entwicklung. Den Bürgern obliegen entsprechende Kontroll- und Mitwirkungspflichten (UN-Berichte gibt es z.B. beim Deutschen Übersetzungsdienst).

Die anstehenden Transformationen können jedoch nicht ohne Bewusstseinsänderungen stattfinden und diese gelingen nur, wenn den Menschen die gemeinschaftlichen Zusammenhänge klar sind. Dafür ist BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) unerlässlich!

BNE sichert nachhaltige Entwicklungen

BNE erklärt, was zu tun und zu lassen ist, um notwendige gesellschaftliche Entwicklungen zu verwirklichen. So werden Probleme auf der Basis von Wissen, Können und dem Willen zur Nachhaltigkeit gelöst. Resultate sind aktuell in vielen Problembereichen unerlässlich: Epidemien/Pandemien, Klima, Biodiversität, Industrie, Landwirtschaft, Handel, Verkehr, Energie, Lebensstil ...

BNE bewerkstelligt fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen, damit die Perspektiven der Nachhaltigkeit optimal verstanden und genutzt werden können. Perspektivwechsel, Änderungen von Gewohnheiten oder die Aufgabe von Privilegien sind mitunter unbequem und funktionieren nur auf Basis entsprechender Kompetenzen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist hierfür ausschlaggebend, sie befähigt Menschen zu verantwortungsvollen Entscheidungen und Handlungen. Um Nachhaltigkeit in der Gesellschaft breit zu verankern, muss BNE generationsübergreifend wirken.

Der Schutz von Natur und Umwelt; Weltbürgerschaft; Chancengerechtigkeit und nachhaltige Entwicklungsperspektiven auf allen Ebenen sind Ausgangspunkte der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Auch nachfolgende Generationen sollen vom Zusammenspiel von Natur, Wirtschaft und Gesellschaft profitieren. Die effektive Vermittlung von Wissen/Fakten, Werten und Kompetenzen befähigt Menschen vorausschauend zu denken und in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einzugreifen. Der umfassende Ansatz von BNE ist dafür maßgeblich. BNE kann die Lebensqualität gegenwärtiger Generationen sichern und zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebens erhalten. Damit wird durch BNE die nachhaltige Entwicklung selbst gesichert.

Mit entsprechenden Bildungsangeboten unterstützt unsere Arbeitsgruppe die Umsetzung der Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt stehen bei uns Umwelttipps und Anregungen für die Umweltbildung/BNE durch Naturkontakte. Vor allem in Verbindung mit dem Umweltstand-Umweltwettbewerb oder den Umweltstand-Projektbeihilfen haben sich Naturkontakte als effektive Bildungsinstrumente in der Breite bestens bewährt.

Die von uns initiierten Naturkontakte forcieren unentbehrliche Kenntnisse und Fähigkeiten, sie sind eine zentrale Basis des Wissenserwerbs für die notwendigen Bewusstseinsänderungen. Da Kenntnisse entscheidend für das Verhalten von Menschen sind, prägen Naturkontakte insofern auch die Umwelt ganz erheblich. Gleichfalls fördern Naturkontakte die Gesundheit von Geist und Körper.

Derzeit gibt es eine zunehmende Entfremdung von der Natur. Das hat einen extrem negativen Einfluss auf den Umgang mit natürlichen Ressourcen bzw. Ökosystemen. Als Teil der Natur sind Menschen auf intakte Ökosysteme angewiesen. Nur auf Grundlage einer biodiversen Umwelt kann die Natur überlebensnotwendige Leistungen erbringen. Nahrungsmittel- und Rohstoffversorgung, genetische Ressourcen, Schadstoffabbau (Boden, Wasser), Luft- und Klimafunktionen, Hochwasserschutz oder Bildungs-, Freizeit- und Erholungsfunktionen können das erforderliche Niveau allein auf Basis der Wechselwirkungen einer umfassenden biologischen Vielfalt erreichen.

Die Menschen müssen sich stärker auf die Natur einlassen, ihr wieder mehr Raum geben und den schädlichen Umweltveränderungen aktiv entgegenwirken. Damit entsteht das Rüstzeug für heutige und zukünftige Herausforderungen. Die Beachtung unserer Umwelttipps ist ein bewährter Anfang für Umweltaktionen, die Kompetenzgewinne und das nachhaltige Leben unterstützen!

Transformation aller Systemstrukturen

Epidemien/Pandemien und Klimaprobleme stellen aktuell die größten Gefahren für das Leben dar. Die zunehmende Naturzerstörung erhöht das Risiko von Klimaproblemen und Krankheitsausbrüchen. Der engagierte Naturschutz verbessert dagegen die klimatischen Bedingungen und wirkt neuen Infektionen sowie Pandemien entgegen. Um die Natur zu schützen, muss umgehend in allen Teilen der Gesellschaft ein Wandel auf Grundlage der Bildung für nachhaltige Entwicklung realisiert werden. Nachhaltige Entwicklungen können kurzfristig insbesondere mit einer Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Menschen eingeleitet werden. Komplexe Zusammenhänge machen die anstehenden Umgestaltungen/Transformationen in allen Bereichen erforderlich.

Immer höhere Renditeforderungen der entfesselten Finanzindustrie; ressourcenvernichtende Energieerzeugungsarten; eine industrielle Landwirtschaft die Wasser, Luft und Boden vergiftet; Massentierhaltung; Überbevölkerung; Massentourismus; Umweltschäden; Artensterben; Ungleichheit; Armut; Hunger; Gewalt; Krieg; globale Kleinstaaterei sowie viele andere Problemfelder gilt es zu überwinden. Dabei ist jedoch keinesfalls das von Politikern ersehnte ewige Wirtschaftswachstum hilfreich, sondern nur der Verzicht auf entbehrlichen Konsum. Der ungehemmte Ressourcenverbrauch aus Profitgier oder für reine Spaß- und Freizeitbelange ist zu beenden. Alle Beeinträchtigungen natürlicher Lebensgrundlagen gehen besonders zulasten des Gemeinwohls zukünftiger Generationen.

Aktivieren wir die kollektive Intelligenz, um wieder in Kontakt mit der Wirklichkeit zu kommen und Zusammenhänge zu erkennen. Damit der notwendige Wandel im Bewusstsein und in allen Systemstrukturen ankommt. Lokale Transformationen zur Nachhaltigkeit finden bereits statt, diese sind nun auf nationale und globale Ebenen zu übertragen.

Vor allem wegen der Wechselwirkungen die von derzeitigen Problemen ausgehen und den damit verbundenen Wirkungsketten, die Probleme wirkungsverstärkend in Erscheinung treten lassen, müssen alle Systemstrukturen zur Nachhaltigkeit transformiert werden.

Für eine lebenswerte Zukunft muss Wissen zur Nachhaltigkeit erworben und durch Handlungen umgesetzt werden. Jeder Einzelne kann so der organisierten Verantwortungslosigkeit einen Riegel vorschieben und die Entkopplung zwischen dem Denken/Reden und Tun beseitigen. Kooperative Handlungsweisen helfen bei der Umstellung/Umwandlung.

Nur mit unverzüglichen und kompletten Transformationen zur Nachhaltigkeit können nachfolgende Generationen annehmbare klimatische Bedingungen und intakte Ökosysteme auf der Erde vorfinden!